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Kunst und Literatur

Das Fischlandhaus ist ein unter Denkmalschutz stehendes Hochdielenhaus, wie es typisch für unsere Region ist. Das etwa 200 Jahre alte Hochdielenhaus beherbergt heute eine reizvolle kleine Bibliothek für Gäste wie Einheimische und eine Galerie. Im Jahr 2010 wurde das Gebäude aufwendig saniert und um einen Veranstaltungsraum ergänzt. In den Galerieräumen finden jährlich drei Ausstellungen in Kooperation mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop statt, ergänzt durch regelmäßige Konzerte und Lesungen.

Aktuelle Ausstellung:

INGE JASTRAM Grafik
Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 20. Oktober 2017, um 18 Uhr

Einführende Worte: Dr. Katrin Arrieta, Kunstmuseum Ahrenshoop, Kuratorin der Ausstellung
Musik: Uwe Murek (Saxophon) und Klaus Hammer (Gitarre)

Die Ausstellung ist vom 21. Oktober 2017 bis 8. April 2018 zu sehen.

Das Fischlandhaus Wustrow zeigt frühe Illustrationen und späte, freie Arbeiten der Künstlerin Inge Jastram. Rund 50 Werke der in Kneese bei Marlow lebenden Zeichnerin und Grafikerin umfasst die Ausstellung. Zu sehen sind Arbeiten aus allen Schaffensphasen Inge Jastrams, von den 1950er Jahren bis hin zu aktuellen Werken.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Illustrationen, die für die Veröffentlichung in Büchern gedacht waren. Die ersten dieser Zeichnungen stammen aus der Zeit, als Inge Jastram noch Studentin bei Werner Klemke war, bei dem sie auch ihr Diplom ablegte. Klemke wurde u. a. durch seine Illustrationen zu Grimms Märchen und durch seine witzigen Kater-Zeichnungen für die Zeitschrift „Das Magazin“ weithin bekannt. Inge Jastram illustrierte u. a. Bücher von von Laurence Sterne, von Lukian, von Klaus Mann und Christian Borchert bis hin zu den niederdeutschen Geschichten von Fritz-Meyer-Scharffenberg und anderen Autoren, die im Hinstorff-Verlag erschienen. Diese Arbeiten gehen über das bloß Illustrative hinaus. Inge Jastram verarbeitete darin immer auch eigene Erfahrungen und Erlebnisse.

Ab 1990 widmete sich die Künstlerin verstärkt freieren Arbeiten, die nicht mehr an eine literarische Vorlage gebunden sind. Häufig sind das Bildnisse von Menschen, die sie interessieren und denen sie sich verbunden fühlt, darunter immer wieder auch solche, die sich eher am Rand der Gesellschaft bewegen: Unangepasste, Clowns oder Traumtänzer, einsame Gesellen mit einem ungewöhnlichen, zuweilen schrillen Äußeren.

Inge Jastram setzt ihre Bildvorstellungen zumeist in einer ausgefeilten Radiertechnik um, die sehr ausdrucksstarke und grafisch differenzierte Ergebnisse ermöglicht. Dabei bevorzugt sie das Arbeiten mit der „kalten Nadel“, wo der Strich, der nach dem Druck auf dem Papier erscheint, direkt in die Metallplatte hineingeritzt wird. Diese Technik lässt keine Korrekturen zu und erfordert daher ein besonders sicheres Können.

Inge Jastram wurde 1934 in Naumburg geboren. Sie absolvierte eine Schneiderlehre und begann eine Ausbildung zur Modezeichnerin. Die Eltern erkannten ihre große künstlerische Begabung und ermutigten sie zum Kunststudium. Von 1952 bis 1957 studierte sie Grafik und Illustration bei Arno Mohr und Werner Klemke an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1958 heiratete sie den Bildhauer Jo Jastram (1928 – 2011) und zog mit ihm nach Rostock. Zu Beginn der 1970er Jahre ließ das Paar sich in Kneese nieder.

Die Ausstellung im Fischlandhaus Wustrow entstand in Kooperation mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop.

Geöffnet ist das Fischlandhaus während des Ausstellungszeitraums: 
Mo, Di 10-12 und  14-17 Uhr, Do 10-12 und 14-18 Uhr, Fr- So und an Feiertagen 11-16 Uhr.
Geschlossen ist die Ausstellung vom 18.-24.12.2017

Fischlandhaus Wustrow, Neue Straße 38, 18347 Ostseebad Wustrow
Telefon 038220 80465

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